
Vergleich des Militärs von NATO und Russland 2025
In den NATO-Ländern gab es im Jahr 2025 ca. 3,44 Millionen aktive Soldatinnen und Soldaten. Rechnet man die Reserveeinheiten sowie die paramilitärischen Einheiten hinzu, ergibt sich für die NATO eine Summe von etwa 8,7 Millionen Personen. Russland verfügte zum gleichen Zeitpunkt über rund 1,32 aktive Soldatinnen und Soldaten, die Gesamtsumme des militärischen Personals lag bei 3,57 Millionen. Bei den meisten der hier aufgeführten militärischen Ausrüstungen ist die NATO rein zahlenmäßig überlegen.
Russlands Angriff auf die Ukraine
Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Am frühen Morgen hat Russland damit begonnen, die Ukraine militärisch anzugreifen. Die schlimmsten Befürchtungen eines Krieges mitten in Europa hatten sich damit erfüllt. Zwei Tage zuvor wurden die Separatistengebiete und seit 2014 selbsternannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk seitens der Staatsduma und Putin als unabhängige Staaten anerkannt, woraufhin Putin russische Truppe in diese Gebiete entsandt hat. Mit dem Krieg in der Ukraine stockte die russische Armee ihren Personalbestand auf, vor allem die Reserveeinheiten gewannen an Personalstärke hinzu.
Ein schon lange schwelender Konflikt
Der Russland-Ukraine-Konflikt hält bereits seit Jahren an. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Spätestens durch die völkerrechtswidrige Annexion der Halbinsel Krim durch Russland im Jahr 2014 eskalierte die Lage. Die ukrainische Bevölkerung erlebte seither bürgerkriegsähnliche Zustände in Teilen des osteuropäischen Landes. Die eigentlich geltende Waffenruhe wurde von beiden Seiten immer wieder verletzt. Im Frühjahr 2021 kochte der Konflikt dann erneut auf, seit Anfang des Jahres 2022 zog Moskau immer mehr Truppen nahe der Ukraine zusammen. Weitere Informationen zur Entwicklung des Konflikts vor dem Kriegsausbruch finden Sie auf unserer Themenseite zum Russland-Ukraine-Konflikt.
NATO verstärkt Truppen im Osten
Die NATO hat in Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine die in Osteuropa stationierten Luft-, Land-, und Seestreitkräfte verstärkt. Dabei verabschiedeten alle NATO-Staaten eine gemeinsame Erklärung, wonach zusätzliche Schritte unternommen werden sollen, "um die Abschreckung und Verteidigung im gesamten Bündnis weiter zu verstärken". Laut NATO seien alle Maßnahmen "präventiv, verhältnismäßig und nicht eskalierend". Das größte Truppenkontingent der NATO in Osteuropa befindet sich in Polen, wo etwa 134.000 NATO-Soldat:innen stationiert sind. Neben der gesteigerten Truppenpräsenz in Osteuropa vergrößerte sich das Militärbündnis mit dem Beitritt von Finnland (im April 2023) und Schweden (im März 2024) um zwei weitere Staaten, seitdem sind 32 Staaten Mitglied im NATO-Militärbündnis.
NATO-Russland-Beziehungen
Die Stationierung von NATO-Truppen in den neuen Mitgliedsstaaten entlang der Ostflanke ist ein wichtiges Thema der NATO-Russland-Beziehungen. Nach Ende des Kalten Kriegs wurde 1997 die Grundakte über gegenseitige Beziehungen, Zusammenarbeit und Sicherheit zwischen der NATO und Russland unterzeichnet. Im Jahr 2002 wurde zusätzlich der NATO-Russland-Rat (NRR) basierend auf diesem Dokument geschaffen, um zukünftig auf verschiedenen Gebieten zusammenzuarbeiten. Die NATO erklärte sich in der Grundakte unter anderem dazu bereits keine "substanziellen Truppen" oder Nuklearwaffen in den neuen Mitgliedsstaaten zu stationieren.