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Lateinamerika und die Karibik
Zusammenarbeit Österreichs mit Lateinamerika und der Karibik (LAK)
Österreich unterhält zu den LAK-Staaten gute und freundschaftliche Beziehungen. Der Warenaustausch mit den meisten Staaten der Region ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Die österreichische Industrie hat sich vor allem im Energiebereich als ausgesprochen wettbewerbsfähig erwiesen. Außerdem besteht eine gute Zusammenarbeit im Wissenschafts- und Forschungsbereich.
Bei den karibischen Regionalorganisationen CARICOM (Karibische Gemeinschaft) und OECS (Organisation Ostkaribischer Staaten) hat Österreich Beobachterstatus. Seit 2010 werden regelmäßig junge karibische Diplomatinnen und Diplomaten an der Diplomatischen Akademie in Wien ausgebildet. Kooperationen mit multilateralen Organisationen und bilateralen Partnern ergänzen das Engagement.
Österreich genießt in den LAK-Staaten einen hervorragenden Ruf als europäische Kulturnation. In Guatemala und in Querétaro, Mexiko, gibt es österreichische Schulen, an denen österreichisches Lehrpersonal nach österreichischem Lehrplan unterrichtet.
Im Spektrum der österreichischen Beziehungen zu Lateinamerika und der Karibik spielen die etwa dreißigtausend Auslandsösterreicherinnen und Auslandsösterreicher und die zahlreichen ehemaligen Österreicherinnen und Österreicher, die vor Ort leben, eine wichtige Rolle. Namhafte Auswandererkolonien gibt es bis heute in Brasilien, Peru, Argentinien, Kolumbien, Mexiko und Paraguay.
Österreich unterhält mit allen LAK-Staaten diplomatische Beziehungen. Mit Costa Rica und Uruguay unterhält Österreich Strategische Partnerschaften. Österreichische Botschaften in der Region gibt es in Brasilia, Buenos Aires, Bogota, Havanna, Lima, Mexiko und Santiago de Chile.
Zusammenarbeit EU-Lateinamerika und Karibik (EU-LAK)
Die Zusammenarbeit im Rahmen des sogenannten EU-LAK Prozesses hat das Ziel, die Beziehungen zwischen diesen beiden Regionen zu vertiefen. Österreich hat diese seit 1999 institutionalisierte Partnerschaft von Anfang an unterstützt.
Seit Gründung der CELAC (Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten) im Dezember 2011 tritt diese als Ansprechpartnerin der EU im EU-LAK-Prozess auf. Der erste EU-CELAC-Gipfel fand 2013 in Santiago de Chile, das letzte EU-CELAC Außenministertreffen im Oktober 2022 in Buenos Aires statt.
Um die institutionelle Zusammenarbeit zwischen den beiden Regionen LAK und EU zu fördern, wurde 2011 die EU-LAK-Stiftung gegründet. 2019 wurde die Stiftung in eine internationale Organisation mit Sitz in Hamburg umgewandelt.
Die EU hält am Konzept von Assoziierungs- oder Wirtschaftspartnerschaftsabkommen fest, um damit die regionale Integration der LAK-Partnerstaaten zu fördern und die rechtlichen Rahmenbedingungen für Handelsbeziehungen und Investitionen zu verbessern. Zentrale politische Anliegen sind die Stärkung der politischen Stabilität, des Wohlstands und der sozialen Kohäsion in Lateinamerika und der Karibik sowie der Kampf gegen Drogenhandel und organisierte Kriminalität. Die EU unterhält ein dichtes Netz an vertraglichen Beziehungen zum LAK-Raum: Assoziierungsabkommen mit Mexiko (2000) und Chile (2002), die sich beide in einem Modernisierungsprozess befinden, Freihandelsabkommen mit Kolumbien, Peru und später auch Ecuador, sowie ein Assoziationsabkommen mit sechs zentralamerikanischen Ländern (Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama). 2016 wurde ein Abkommen für Politischen Dialog und Kooperation zwischen der EU und Kuba unterzeichnet.