RTX-5000-Reihe
GeForce RTX 5090, RTX 5080, RTX 5070 (Ti): Nvidias Blackwell-GPUs

Nvidia zeigt auf der CES 2025 seine ersten vier RTX-5000-Grafikkarten mit Blackwell-Architektur.
Foto: Nvidia
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Mit der RTX 5090, RTX 5080, RTX 5070 Ti und der RTX 5070 bringt Nvidia die ersten vier GPUs samt Blackwell-Architektur zu den Grafikkarten-Herstellern. COMPUTER BILD kennt alle Details der neuen RTX-5000-Reihe.
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Nun aber wirklich: Bereits 2024 hat die Technik-Branche Nvidias neue Grafikprozessoren der RTX-5000er-Reihe erwartet. Stattdessen zeigten die US-Amerikaner auf der Technikmesse CES im Januar 2024 in Las Vegas (US-Bundesstaat Nevada) aufpolierte RTX-4000-Modelle mit dem Kürzel "Super". Gleicher Ort, gleiche Veranstaltung, aber ein Jahr später, erblicken nun wirklich die ersten vier Versionen der RTX-5000-Serie das Licht der Welt. COMPUTER BILD erklärt, wie die Modelle RTX 5090, RTX 5080, RTX 5070 Ti und RTX 5070 aufgebaut sind.
Auf "Ada Lovelace" folgt "Blackwell": Nvidia benennt auch die neue Architektur wieder nach einem Wissenschaftler. Dieses Mal ist David Blackwell (* 24. April 1919 in Centralia, Illinois; † 8. Juli 2010 in Berkeley) der Namensgeber, ein US-amerikanischer Mathematiker, der sich mit Spieltheorie, Statistik und dynamischer Programmierung beschäftigte. Nvidias neue Blackwell-Architektur soll sich vor allem durch eine höhere Leistung bei einem geringeren Stromverbrauch auszeichnen.
Dazu soll auch der Fertigungsprozess beitragen. Zwar lässt Nvidia seine Blackwell-Grafikprozessoren weiterhin bei TSMC mit 5 Nanometer feinen Strukturen herstellen, allerdings in einem verbesserten Verfahren, den der in Taiwan ansässige Chip-Hersteller "4NP" nennt. Der Name suggeriert zwar 4-Nanometer-Strukturen, es bleibt aber wie erwähnt bei 5 Nanometern.
Nvidia-GeForce-RTX-5000-Reihe: Technische Daten
GeForce RTX 5090 | GeForce RTX 5080 | GeForce RTX 5070 Ti | GeForce RTX 5070 | |
---|---|---|---|---|
Fertigung | 5 Nanometer bei TSMC ("4NP") | 5 Nanometer bei TSMC ("4NP") | 5 Nanometer bei TSMC ("4NP") | 5 Nanometer bei TSMC ("4NP") |
GPU-Typ / Variante | GB202 / 400-A1 | GB203 / 400-A1 | GB203 / 200-A1 | GB205 / 200-A1 |
Architektur | Blackwell 2.0 | Blackwell 2.0 | Blackwell 2.0 | Blackwell 2.0 |
Chipgröße | 750 mm² | 378 mm² | 378 mm² | 263 mm² |
Transistoren | 92,2 Milliarden | 45,6 Milliarden | 45,6 Milliarden | 31 Milliarden |
Cuda-Kerne | 24.576 | 10.752 | 8.960 | 6.144 |
Streaming-Multiprozessoren | 192 (mit je 128 Cuda-Kerne) | 84 (mit je 128 Cuda-Kerne) | 70 (mit je 128 Cuda-Kerne) | 48 (mit je 128 Cuda-Kerne) |
Tensor-Cores | 680 (5. Gen.) | 336 (5. Gen.) | 280 (5. Gen.) | 192 (5. Gen.) |
Raytracing-Cores | 170 (4. Gen.) | 84 (4. Gen.) | 70 (4. Gen.) | 48 (4. Gen.) |
Basis-Takt | 2.017 MHz | 2.295 MHz | 2.300 MHz | 2.235 MHz |
Boost-Takt | 2.407 MHz | 2.617 MHz | 2.475 MHz | 2.520 MHz |
Grafikspeicher | 32 GB GDDR7 | 16 GB GDDR7 | 16 GB GDDR7 | 12 GB GDDR7 |
Speicher-Interface | 512 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 192 Bit |
PCI-Express-Version | PCIe 5.0 x16 | PCIe 5.0 x16 | PCIe 5.0 x16 | PCIe 5.0 x16 |
TDP | 575 Watt | 360 Watt | 300 Watt | 250 Watt |
Empfohlenes PC-Netzteil | 950 Watt | 750 Watt | 700 Watt | 600 Watt |
Preisempfehlung | 2.329 Euro | 1.169 Euro | 879 Euro | 649 Euro |
Die Spitze des Eisbergs innerhalb der neuen Blackwell-Reihe bildet der Grafikchip RTX 5090. Auf dem Fingernagel großen Chip presst Nvidia 92 Milliarden Schaltungen, die der Hersteller in 21.760 Shader-Kerne zusammenfasst. Damit sind jedoch nicht alle Shader-Kerne auf dem RTX 5090 aktiviert: Die GPU mit dem internen Namen GB202 hat nämlich 24.576 Einheiten. Nvidia könnte also später eine noch schnellere RTX 5090 Ti auf den Markt bringen – oder behält die Versionen mit voll aktivierten Shader-Kernen den Quadro-Karten aus dem Profi-Bereich vor. Auf dem "Consumer-Grafikprozessor" in der Variante GB202 / 400-A1 arbeiten zudem 680 Tensor-Cores und 170 Raytracing-Kerne für die Berechnung von Effekten wie Reflexionen und feinen Schatten. Top: Nvidia spendiert der RTX 5090 satte 32 Gigabyte Grafikspeicher – erstmals vom neuen, schnellerem Typ GDDR7. Der Datenaustausch zwischen Speicher und Grafikprozessor erfolgt über 512 Leitungen (512 Bit großes Speicherinterface). Brachial: Der RTX-5090-Chip genehmigt sich in der Spitze bis zu 575 Watt Leistung (TDP), Nvidia empfiehlt daher im Rechner ein Netzteil mit einer Leistung von 950 Watt. Ebenso brachial ist der Verkaufspreis: Nvidia ruft 2.239 Euro für das Spitzenmodell der RTX-5000er-Reihe auf.

Mit der TUF Gaming GeForce RTX 5090 2D Lighting zeigte Asus eine der ersten Grafikkarten mit RTX-5090-Chip.
Foto: Asus
Die RTX 5090 dürfte allein wegen des Verkaufspreises viel zu teuer sein. Aktuell ist es obendrein fraglich, ob überhaupt ein Spiel die Leistung der RTX 5090 auch nur annähernd benötigt. Das gilt auch für die darunter angesiedelte RTX 5080 – halb so teuer, mit 1.169 Euro aber auch kein Schnäppchen. Für den halben Verkaufspreis bietet die RTX 5080 auch nur die halbe Anzahl der Komponenten: 10.752 Shader-Kerne kümmern sich um die Bildberechnungen, daneben gibt es 336 Tensor-Cores. Beim Zocken in 4K etwa berechnen die Tensor-Cores von DLSS-3.0/4.0-fähigen Grafikchips ein zusätzliches Bild zwischen zwei Frames einer Szene. Dafür analysiert der Grafikchip den gesamten Inhalt der bestehenden Frames – darunter Bewegungen, Partikel, Reflexionen, Schatten und Beleuchtung. Eine KI (künstliche Intelligenz) generiert aus den ermittelten Daten das zusätzliche Bild. Weiterhin gibt es 84 Raytracing-Einheiten. Berechnete Daten lagert der RTX 5080 in einen 16 Gigabyte großen Grafikspeicher aus – ebenfalls vom schnellen Typ GDDR7, das Speicherinterface stellt 256 Leitungen bereit (256 Bit).
Mit dem RTX 5070 Ti schickt Nvidia die Nummer drei der RTX-5000er-GPUs ins Rennen – den ersten der Reihe mit einem dreistelligen Verkaufspreis (879 Euro). Er verteilt Bildberechnungen auf 8.960 Shader-Kerne, Raytracing-Effekte übernehmen 70 spezielle RT-Kerne. Der Speicher ist wie bei der RTX 5080 (oben) 16 Gigabyte groß und ebenfalls vom schnellen Typ GDDR7. Auch das Speicherinterface ist genauso groß: Der Datenaustausch mit dem Grafikprozessor erfolgt über 256 Leitungen (256 Bit). Laut Nvidia hat der RTX 5070 Ti eine TDP von 300 Watt, der Hersteller empfiehlt daher ein 700-Watt-Netzteil im PC.

Auf der CES in Las Vegas war mit der Gaming GeForce RTX 5080 16GB AMP Extreme Infinity eine der ersten Grafikkarten mit RTX-5080-Chip von Zotac zu sehen.
Foto: Zotac
Die TDP des aktuell kleinsten RTX-5000er-Chips liegt bei moderaten 250 Watt, im PC reicht daher ein 650-Watt-Netzteil, so Nvidia. Der RTX 5070 ohne Ti kann Bildberechnungen auf 6.144 Shader-Kerne, 48 Tensor-Kerne und 192 Raytracing-Einheiten verteilen. Der Grafikspeicher ist mit 12 Gigabyte des Typs GDDR 7 etwas kleiner als der der RTX 5070 Ti, das Speicherinterface ebenfalls (192 Bit).
Laut Nvidia sollen Grafikkarten mit dem Top-Chip RTX 5090 am 30. Januar 2025 für 2.329 Euro in den Handel kommen, RTX-5080-Grafikkarten von Herstellern wie Asus, MSI oder Zotac soll es ebenfalls ab 30. Januar geben, der Preis: 1.169 Euro. Grafikkarten mit RTX-5070-Ti-Chip gibt es laut Nvidia ab Februar 2025 für 879 Euro, RTX-5070-Grafikkarten sollen 649 Euro kosten und ebenfalls ab Februar im Handel sein.