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AboHallenbad-Restaurants im Wandel
Unterländer Badi-Beizen bieten mehr als Nuggets und Pommes

Gastro-Serie: Badi-Beiz Restaurant Troepfli, Ruemlang ZH
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In Kürze:
  • Das Restaurant Tröpfli bietet regionale Küche in gemütlicher Atmosphäre an.
  • Im Sportzentrum Bülach liegt der Fokus auf asiatischer Küche.
  • Das Restaurant Erlen in Dielsdorf ist besonders für Gruppenanlässe bekannt.
  • Nicht nur im Opfiker Freizeitbad sind Pommes frites ein Dauerhit.

Das Restaurant 83nullzwei im Klotener Zentrum Schluefweg machte es vor. Wo einst schmuckloser Kantinenstil und eine einfallslose Speisenauswahl den Gastrobetrieb der Badi in der Flughafenstadt prägten, werden nun schon seit sechs Jahren vielfältige, wöchentlich wechselnde Menüs in wohnlichem Ambiente serviert. Auch andernorts lassen sich die Badi-Gastronomen einiges einfallen, wie ein Ortsbesuch und eine Umfrage unter ausgewählten Betreiberinnen zeigen.

Restaurant Tröpfli im Hallenbad Heuel in Rümlang

Um 12.30 Uhr sitzt eine Gruppe von sechs Männern, ein Grossteil in Arbeitskluft, an einer langen Tafel inmitten der Rümlanger Badi-Beiz. Sinnigerweise trägt diese den Namen Tröpfli. Bald darauf stellt Gastgeberin Snezana Radenkovic zwei imposante Platten mit diversen Fleisch- und Wurstwaren auf den Tisch. Während die Männer alles genüsslich verzehren und am Ende noch ein vermutlich alkoholhaltiges Tröpfli zur Verdauung offeriert bekommen, gibt die Glasscheibe in ihrem Rücken den Blick auf die Schwimmenden im Hallenbad frei.

Gastro-Serie: Badi-Beiz Restaurant Troepfli, Ruemlang ZH

Der Fotograf entscheidet sich für das Mittagsmenü für 19.50 Franken mit einer Pouletcreme-Suppe als Vorspeise. Keine fünf Minuten, nachdem er die Bestellung aufgenommen hat, serviert Wirt Ljubisa Radenkovic das Süpplein.

Gastro-Serie: Badi-Beiz Restaurant Troepfli, Ruemlang ZH

Neben dem Geschmack erntet es mit seiner Portionsgrösse Pluspunkte. Diese verdient sich auch der gemischte Salat des Autors für 8.50 Franken.

Gastro-Serie: Badi-Beiz Restaurant Troepfli, Ruemlang ZH

Das täglich wechselnde Menü kostet gemäss dem Wirt stets um die 20 Franken. Und der Hauptgang beinhalte in der Regel Fleisch. «Wer danach fragt, bekommt eine vegetarische Alternative», wird Ljubisa Radenkovic später betonen. Der Gastgeber, der sich mit seiner Ehefrau Snezana alle Aufgaben in Küche und Service teilt, bringt ein grosses Stück Schweinsfilet. «Hier soll niemand hungrig das Lokal verlassen», kommentiert er. Die aussen knusprigen Ofenkartoffeln – «nach dem Rezept meiner Grossmutter», wie der Wirt anfügt – kommen ebenfalls gut an.

Gastro-Serie: Badi-Beiz Restaurant Troepfli, Ruemlang ZH

Der Autor hat einen Badi-Klassiker aus dem À-la-carte-Angebot ausgewählt: Fischknusperli mit Pommes frites und Sauce tartare für 18.50 Franken. Auch hier fällt die Portion üppig aus.

Gastro-Serie: Badi-Beiz Restaurant Troepfli, Ruemlang ZH

Dass es an diesem Tag, dem letzten vor den in der Zwischenzeit schon wieder beendeten Betriebsferien, für einmal kein hausgemachtes Dessert gibt, lässt sich angesichts des bereits mehr als gestillten Appetits gut verkraften. Zum Espresso gesellt sich der Gastgeber an den Tisch. Nach seinem Geschäftsmodell befragt, erklärt er: «Im Winter würde es sich mit den Badegästen allein kaum lohnen. Darum bieten wir unter der Woche die Menüs an.» Ihretwegen kämen täglich rund 10 bis 15 Personen von ausserhalb zum Essen.

Gastro-Serie: Badi-Beiz Restaurant Troepfli, Ruemlang ZH

Deutlich mehr los sei aber an den Wochenenden. «Dann haben wir hier viele Anlässe: Runde Geburtstage, Hochzeiten und andere Familienfeiern – ab 30 Personen haben sie das Lokal für sich», schildert Radenkovic. «Das hat sich herumgesprochen, wir sind sehr gut gebucht.» Neben Schweizer Küche bereiten seine Frau und er dann auch gern Spezialitäten vom Balkan zu, wie etwa Spanferkel.

Restaurant Tröpfli, Katzenrütistrasse 44, 8153 Rümlang. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 11 bis 21 Uhr; Samstag und Sonntag von 9 bis 21 Uhr. Telefon 044 557 57 77. Internet https://restaurant-troepfli.ch/

Restaurant im Sportzentrum Hirslen, Bülach

Freier Blick aufs Schwimmbecken: Das Restaurant im Obergeschoss des Bülacher Sportzentrums Hirslen.

Das Restaurant im Bülacher Sportzentrum hat im Gegensatz zum Tröpfli keinen Eigennamen – wohl aber einen besonderen Fokus: asiatische Küche. Neben den Momos, der Spezialität aus seinem Herkunftsland Tibet, sei aktuell die tibetische Nudeleintopf-Suppe für 24.50 Franken sehr gefragt, verrät Inhaber und Geschäftsführer Geduen Sakutshang. Seine Sakutshang GmbH hat sich auf Gastrobetriebe in Sportstätten spezialisiert und betreibt in Bülach seit rund acht Jahren das Hirslen-Restaurant. Gut 10 Prozent der Gäste kehrten dort ein, ohne davor auf den Eisfeldern oder im Hallenbad sportlich aktiv gewesen zu sein, schätzt der Gastronom.

An kalten Wintertagen eine besonders gefragte Spezialität: Die tibetische Nudeleintopf-Suppe.

Von den Schwimm- und Saunafans stammten deutlich weniger Gäste als aus den Reihen der Eissportlerinnen und Eissportler. Während der eisfreien Monate in der Hirslen von April bis September schränkt der Wirt das Angebot denn auch ein. «Dann gibt es auch unter der Woche mittags nur à la carte und kein täglich wechselndes Menü wie jetzt», sagt Sakutshang.

Restaurant Sportzentrum Hirslen, Hochfelderstrasse 75, 8180 Bülach. Öffnungszeiten Herbst/Winter: Montag 9 bis 21 Uhr; Dienstag 11.30 bis 21 Uhr; Mittwoch bis Freitag 9 bis 21 Uhr; Samstag 9 bis 19 Uhr; Sonntag 9 bis 18 Uhr. Telefon 043 928 26 90. Internet: https://sakutshang.com/buelach-hirslen/

Restaurant Erlen in Dielsdorf

Von wegen Badi-Einheitsbrei: Bei Vorspeisen wie diesen zieht das Küchenteam in der Erlen alle Register.

Hallenbad und Eishalle – diese Kombination gibt es auch im zweiten Unterländer Bezirkshauptort. Der Unterschied zu Bülach: Weil sich das hiesige Freibad auf demselben Areal befindet, erwirtschaftet das Erlen-Restaurant das Gros seines Umsatzes in der wärmeren Jahreshälfte. «Mit den Hallenbad-Gästen allein könnte das Restaurant nicht überleben», verrät Peter Müller, Geschäftsführer der Sportanlage Erlen.

Hier am Ortsrand von Dielsdorf fänden sich auch kaum Leute «einfach so» zum Essen ein. Dabei gibt es hier unter der Woche für 14.50 Franken über Mittag ein täglich wechselndes Menü. Ausserdem wimmelt es auf der Speisekarte von Klassikern, die eigentlich auch ohne Badi- oder Eisfeldbesuch gut ankommen könnten, wie etwa Chicken Nuggets mit Pommes frites für 16 Franken oder Fischknusperli mit Pommes und Sauce tartare (19.50 Franken).

Festlicher Rahmen für Anlässe: Der Neptunsaal im Erlen-Restaurant.

Als Geheimtipp gelte das Erlen-Restaurant indes nicht dank der weithin gelobten Pommes frites, sondern als Adresse für Gruppenanlässe. «Besonders beliebt ist die Kombi aus Eisstockschiessen, gefolgt von einem Apéro im Neptunsaal mit Blick auf das Schwimmbecken», schildert Müller.

Restaurant Erlen, Niederhaslistrasse 20, 8157 Dielsdorf. Öffnungszeiten: Montag 12 bis 21 Uhr; Dienstag bis Freitag 9 bis 21 Uhr, Samstag 9 bis 19 Uhr; Sonntag 9 bis 18 Uhr. Telefon 044 854 90 60. Internet https://www.erlenpark.ch/gastronomie/

Bistro im Freizeitbad Opfikon

Vergleichsweise traditionell geht es im Bistro des Opfiker Freizeitbads zu und her. Ein wechselndes Menü gibt es dort nicht. Auf der Speisekarte der kleinen Küche, die in der Wintersaison vom Empfangspersonal nebenbei betrieben wird, stehen einfache Speisen. Dazu gehören etwa je drei verschiedene Pizzen ab 15.50 Franken und Flammkuchen von 14.50 Franken aufwärts. Neu im Angebot sind Teigwaren (11 Franken) und Risotto mit Steinpilzen für 12 Franken. Der einsame Spitzenreiter im Sortiment sei jedoch die Portion Pommes frites mit hausgemachter Gewürzmischung für 7.50 Franken, sagt Betriebsleiter Peter Pfluger. «Seit wir sie anbieten, läuft das Bistro richtig gut, einige Leute rufen extra vorher an und fragen, ob es bei uns Pommes gibt.»

Auch hier sind Pommes frites ein Dauerbrenner: Cafeteria-Verkaufstheke neben dem Eingang zum Freizeitbad Opfikon.

Namentlich am Sonntag, wenn viele Familien kämen, sei viel los. Ein Hallenbad-Besuch mit anschliessendem Essen sei besonders für Kindergeburtstage sehr gefragt. Diese und andere Gesellschaften könnten in einem separaten Raum feiern.

Pfluger denkt darüber nach, das Gastroangebot in Zukunft auszubauen. Entsprechende Überlegungen seien im Gange. «Wenn ich mich in Opfikon umhöre, sagen mir die Leute immer öfter, dass sie sich in dem Bereich mehr wünschen», begründet er.

Freizeitbad Opfikon, Ifangstrasse 13, 8152 Glattbrugg. Öffnungszeiten: Montag 11.30 bis 21 Uhr; Dienstag bis Freitag 8 bis 21 Uhr, Samstag und Sonntag 8 bis 18 Uhr. Telefon 044 575 38 88. Internet https://www.opfikon.ch/sport/25034

Cafeteria im Aqua-Life in Dietlikon

Festliche Dekoration im Badi-Eingangsbereich: Cafeteria im Aqua-Life-Hallenbad in Dietlikon.

Auch Michael Pavlicek, seit bald einem Jahr Geschäftsführer der Dietliker und Wangen-Brüttiseller Badi Aqua-Life, sieht zusätzliches Potenzial im Gastrobereich. Noch sind dem Ansinnen baulich enge Grenzen gesetzt, hat doch die Cafeteria im Eingangsbereich gerade einmal 25 Sitzplätze. Doch ein umgebauter ehemaliger Ruheraum biete seit neustem Platz für Gruppen mit bis zu 60 Personen. «Für sie können wir ein Package mit einem Menü nach Wunsch zusammenstellen», sagt Pavlicek. Das werde bereits genutzt – auch für Anlässe ohne sportlichen Teil im Bassin.

Mit Spezialevents wie dem Fondueplausch mit anschliessendem Filmgenuss im Poolkino von Anfang Dezember belebt der neue Geschäftsführer Michael Pavlicek den Gastrobereich der Badi Aqua-Life in Dietlikon.

Künftige Umbauten der Badi könnten ein ausgeweitetes Angebot auch für die Allgemeinheit ermöglichen. «Die Nachfrage wäre da», schätzt Pavlicek, «viele Gäste hocken nach dem Schwimmen zusammen und wollen etwas Spezielles essen.» Einstweilen ist die Auswahl auf der Winter-Speisekarte während der Woche kleiner als am Wochenende. Dann stehen neben den einfachen Snacks und einer Suppe auch Badi-Klassiker wie Chicken-Nuggets mit Pommes frites (ab 11.20 Franken), Fischknusperli (ab 11.10 Franken) oder frische Pizzen aus dem Steinofen ab 16 Franken auf der Speisekarte.

Cafeteria im Aqua-Life, Faisswiesen 10, 8305 Dietlikon. Öffnungszeiten: Montag und Mittwoch 6 bis 21 Uhr, Dienstag 12 bis 21 Uhr, Donnerstag und Freitag 8 bis 21 Uhr, Samstag und Sonntag 9 bis 18 Uhr. Telefon 044 833 18 44. Internet https://www.aqua-life.ch/hallenbad-0

Cafeteria in der Water World in Wallisellen

Mit 80 Sitzplätzen ist die Cafeteria des Walliseller Hallenbads deutlich grösser als ihre Pendants in den Bädern der Nachbargemeinden. Gemäss Oliver Galliker, dem neuen Geschäftsführer der Sportanlagen AG Wallisellen, ist sie auch in der Wintersaison wochentags gut besucht und am Wochenende häufig voll belegt. Weil zudem die Platzverhältnisse in der Küche begrenzt seien, plane er keinen Ausbau. Gruppen mit bis zu 10 Personen könnten indes einen separaten Raum buchen, was insbesondere für Kindergeburtstage rege genutzt werde. Locke man zusätzliche Besuchende von aussen an, drohe der Platz für die Badegäste eng zu werden, gibt Galliker zu bedenken.

Viel Platz für den Hunger zwischendurch und nach dem Badi- oder Saunabesuch: Cafeteria in der Walliseller Water World.

So dürfte es vorderhand beim bestehenden Speiseangebot – ohne täglich wechselndes Menü – bleiben. Auf der Winter-Karte der von 11 bis 19 Uhr durchgängig warmen Küche figurieren diverse Snacks, zum Beispiel das hausgemachte Birchermüesli für 8 Franken, Penne in vier Variationen ab 15 Franken sowie andere Klassiker. Und natürlich der grosse Hit: der Familienkorb Pommes mit Chicken Nuggets und diversen Saucen für vier Personen zu 30 Franken.

Cafeteria im Hallenbad Water World, Alte Winterthurerstrasse 62, 8304 Wallisellen. Öffnungszeiten: Montag 12 bis 20.45 Uhr, Dienstag bis Freitag 6 bis 20.45 Uhr, Samstag und Sonntag 8 bis 17.45 Uhr. Telefon 044 832 63 32. Internet https://www.sportanlagen-wallisellen.ch/index.php/waterworld-wallisellen/angebot